Fon: 06221-3929300

- - °C
Morgen -- °C
  • Slide One
  • slide seven
  • Slide Four
  • Slide Three
  • slide six
  • slide five
  • slide 8
  • Slide 10
  • Slide Two
  • Slide 09

Morbus Basedow

Endokrine Orbitopathie:

Durch eine Fehlfunktion der Schilddrüse wie z.B. Hashimoto oder Morbus Basedow, kann sich ein stoffwechselbedingter Exophthalmus bilden. Darunter versteht man ein Hervortreten der Augen („Glupschaugen“) dessen Ursachen noch nicht geklärt sind. Es liegt jedoch nahe, dass sich der Exophthalmus im Zuge einer Autoimmunkrankheit bildet, bei der das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Dadurch kommt es zu Entzündungen der Fettpolster hinter den Augen beziehungsweise den Augenmuskeln und einer damit einhergehenden Vergrößerung eben dieser. Das dadurch entstehende Hervortreten der Augen führt zu den sogenannten „Glupschaugen“ (siehe Abbildung).
Diese häufig zusammen mit einer Tachykardie (Herzrasen) und einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) einhergehende Symptomatik bezeichnet man als „Merseburger-Trias“ und ist typisch für das Krankheitsbild Morbus Basedow (Basedow'sche Erkrankung).

Indikationen:

Morbus Basedow:

Morbus Basedow (auch Grave's Disease) bezeichnet eine häufiger bei Frauen auftretende Erkrankung, die die Krankheitsbilder Struma (Vergrößerung der Schilddrüse), Tachykardie (Herzrasen) und endokrine Orbitopathie vereint. Die endokrine Orbitopathie wird dabei bei 90% der Betroffenen beobachtet. Die Basedow'sche Erkrankung tritt oft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf und wird durch Faktoren wie Stress oder Tabakkonsum zusätzlich beeinflusst. Bei diesem Krankheitsbild kommt es zu einer überproportionalen Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen, die zu einer Überfunktion führt. Schuld daran sind die körpereigenen Antikörper, die fälschlicherweise die Schilddrüse zur verstärkten Produktion von Schilddrüsenhormonen treiben.
Die Symptome sind ziemlich breit gefächert und äußern sich unter anderem durch:

  • Körperliche und seelische Unruhe
  • Zittern
  • Verstärkte Schweißproduktion
  • Diarrhoe (Durchfall)
  • Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit
  • Insomnie (Schlaflosigkeit)
  • Menstruationsstörungen (bei Frauen)
  • (teilweise starker) Gewichtsverlust

Die endokrinologische Behandlung besteht meist aus der Gabe von Jod. In manchen Fällen ist jedoch eine chirurgische Verkleinerung bzw. Entfernung der Schilddrüse notwendig.

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion):

Unter Hyperthyreose versteht man eine erst in höherem Lebensalter vorkommende Schilddrüsenautonomie, bei der die Schilddrüse zu viele Hormone freisetzt. Die Symptomatik ist hierbei deckungsgleich mit der Symptomatik der Basedow'sche Erkrankung. Der einzige Unterschied ist die Krankheitsursache.


Hashimoto-Syndrom:

Als Hashimoto-Thyreoiditis bezeichnet man eine Autoimmunkrankheit, die zu einer chronischen Schilddrüsenentzündung führt. Die Schilddrüse produziert dabei zu wenig Schilddrüsenhormone und es kommt zu einer Vergrößerung (Kropf) oder einer Verkleinerung der Schilddrüse. Zu Beginn der Erkrankung kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen, die jedoch nur von kurzer Dauer ist. Danach kommt es zu einer lang anhaltenden Schilddrüsenunterfunktion, die als primäres Krankheitsbild des Hashimoto-Syndroms angesehen wird. Folgende Symptome treten hierbei unter anderem auf:

  • (teilweise starke) Gewichtszunahme
  • Haarausfall und brüchiges Haarausfall
  • Übelkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Niedrige Körpertemperatur und Kälteempfindlichkeit
  • Verlangsamter Herzschlag
  • Verringerter Sexualtrieb
  • Dauerhafte Müdigkeit

Auch beim Hashimoto-Syndrom kann es zu einer endokrinen Orbitopathie mit ausgeprägtem Exophthalmus („Glupschaugen“ beziehungsweise „Glotzauge“) kommen.
Die Therapie besteht hierbei aus einer operativen Korrektur.

Keine Indikation:

Orbita-Phlegmone:

Als Orbita-Phlegmone bezeichnet man eine in Folge einer aufsteigenden Sinusitis entstandene bakterielle Infektion der Augenhöhle. Da der Exophthalmus hierbei nur akut besteht und schnellen Handlungsbedarf erfordert, besteht kein Operationsbedarf.

Pseudotumor orbitae:

Beim Pseudotumor orbitae handelt es sich um eine nicht-bakterielle Entzündung der Augenhöhle. Da auch hier der Exophthalmus nur akut vorhanden ist, besteht kein Operationsbedarf.

Wegener-Granulomatose:

Die Wegener-Granulomatose ist eine sehr selten auftretende Gefäßentzündung, deren Exophthalmus-Symptomatik auf Grund einer anderweitigen Therapie keine Operation erfordert.

 

Bedingte Indikation:

Orbitatumore:

Ein Exophthalmus kann sich auch durch gutartige beziehungsweise bösartige Geschwülste/Tumore/Neubildungen im Augenbereich entstehen.
Die wichtigsten darunter sind:

Meningeom: Gutartiger Gehirntumor der auch auf das Auge drücken kann

Kavernom/Hämangiom: Gutartige Gefäßmissbildungen

Neurofibrome: Gutartige Geschwülste an den Nerven

Metastasen: Krebs-Tochtergeschwülste, die auch am Auge auftreten können

Histiozytose X: Eine vor allem im Kindesalter auftretende seltene Erkrankung, bei der es zu (meist gutartigen) Gewebeneubildungen kommt.


Weitere bedingte Indikationen:

Exophthalmus pulsans: Exophthalmus durch Verletzungen des Sinus cavernosus genannten Hirnareals.

Trauma: Durch Stürze und sonstige Fremdeinwirkung kann die knöcherne Augenhöhle brechen. Dadurch kann es u.a. zu einem Exophthalmus kommen.

Retrobuläre Hämorrhagie: Einblutungen im hinteren Augenbereich, die durch örtliche Betäubungen verursacht werden können.


Behandlung:

Schlägt die Therapie der Schilddrüsenerkrankung zwar an, doch die Augenerkrankung bleibt bestehen, sind mehrere Behandlungsmethoden möglich.

Medikamentös bzw. durch Bestrahlung:

Innerhalb des ersten Erkrankungsjahres ist die Behandlung mit Kortisonsteroiden (Cortison) möglich. Ferner kann die Augenhöhle durch Bestrahlung behandelt werden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Resultate dieser Behandlungsmethoden oft nicht zufriedenstellend ausfallen und nur in der Frühphase anschlagen.
Nach Abschluss der medikamentösen Therapie folgt ein operativer Eingriff zur Repositionierung der Augen und Behandlung der funktionellen Einschränkungen.

 

Operativ:

Zur chirurgischen Korrektur der Augen können mehrere Operationsmethoden zum Einsatz kommen:

Knöcherne Dekompression:

Durch eine Versetzung der Augenhöhle wird diese erweitert, um somit dem Auge mehr Platz zu verschaffen. Ist die Operation jedoch aus ästhetischen Gründen gewünscht, wird auf eine andere Operationsmethode zurückgegriffen.

Transpalpebrale Orbitadekompression:

In der Seegartenklinik die transpalpebrale Orbitadekompression favorisiert.
Dabei wird das Fettgewebe, das sich in der Augenhöhle angehäuft hat, chirurgisch entfernt. Dazu werden feine Schnitte an den Augenlidern vorgenommen und der Augapfel dadurch druckentlastet. Einige Monate später wird meist eine Lidkorrektur durchgeführt, bei der die Lidspalte verkleinert wird.
Beide Eingriffe sind komplikationsarm und sind sowohl bei einer endokrinen Orbitopathie, als auch aus ästhetischen Gründen ratsam.
Mehr als 90 Prozent der behandelten Patienten erfreuen sich dauerhafter Resultate. In manchen Fällen kann es jedoch zu einem Wiederausbruch der Autoimmunerkrankung kommen, wobei sich der Exophthalmus wieder ausbilden kann.
Wenn es dazu kommt, kann die oben erwähnte knöcherne Dekompression in Erwägung gezogen werden.

Die Operation wird in 3 Stufen aufgeteilt:


1. Durch einen Schnitt im Bereich der Ober- und Unterlider werden im Durchschnitt etwa 5-7 Kubikzentimeter Fett entfernt, wodurch der Druck, der auf der Augenhöhle lastet, sofort sinkt.

2. Im Zuge des zweiten Schrittes werden die Muskeln, die durch die jahrelange Überdehnung erschlafft sind, in einer weiteren Operation chirurgisch gekürzt bzw. gestrafft.

3. Die Augenlider, die während der Zeit des vorhandenen Exophthalmus in Mitleidenschaft gezogen wurden, werden gestrafft. Vereinzelt besteht die Notwendigkeit, den Lidhebemuskel zu schwächen. Wenn sich das Augenlid durch die endokrine Orbitopathie zurückgezogen hat, kann eine korrigierende Operation vorgenommen werden. Sollten keine Entzündungsanzeichen mehr vorliegen, kann eine plastische Lidverlängerung durchgeführt werden.


Diese Eingriffe werden von unserem Expertenteam, bestehend aus Fachärzten für Gesichtschirurgie, Augenheilkunde, Endokrinologie und Plastisch - Ästhetische Chirurgie um Prof. Bouletreau und Prof. Jonas durchgeführt.


Prof Dr. med. Jost Jonas:

Als ehemaliger Direktor der Universitäts-Augenklinik Mannheim ist Prof. Jonas einer der renommiertesten Fachleute im Bereich Augenheilkunde.
Zudem ist Prof. Jonas in lehrender Funktion an der Universität Mannheim tätig und veröffentlicht regelmäßig im British Journal of Ophthalmology.

Prof Dr. med. Pierre Bouletreau:

Prof. Pierre Bouletreau ist Facharzt für Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie und praktiziert in der Universitätsklinik Lyon. Neben vielen medizinischen Publikationen kann Prof. Bouletreau auch auf eine jahrelange klinische Erfahrung zurückblicken.

 

SeegartenKlinik GmbH

Adenauerplatz 4/1
& Adenauerplatz 2
69115 Heidelberg

Telefon: 06221 - 39 29 300
Telefax: 06221 - 39 29 309

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.seegartenklinik.de

Prof. Dr. Pierre Bouletreau


Facharzt für
  Mund,-Kiefer,- und Gesichtschirurgie

Prof. Dr. Jost B. Jonas


Facharzt für Augenheilkunde

logoQualität durch Individualität - Für eine weitergehende und unverbindliche Beratung stehen Ihnen unsere Fachärzte und das gesamte Team der Seegartenklinik gerne zur Verfügung und entwickeln mit Ihnen gemeinsam individuelle Angebote. Wir freuen uns auf Ihren Anruf